Röschenflechte behandeln • Was tun bei Ausschlag und Juckreiz

Der Name alleine hört sich doch nicht wirklich nach einer Krankheit an, oder? Ja, auch wenn die Röschenflechte als eine Hautkrankheit eingestuft wird, so haben wir hier doch ein sehr harmloses Exemplar. Sie ist so harmlos, dass man bei ihrer Betrachtung sich eher den Gedanken über ihre Namensentstehung macht, aber auch, wie man eine Röschenflechte behandeln kann.

Mit etwas Fantasie ähnlich die kleinen feinen Schuppen tatsächlich einer Rose. Die Rötung tut ihr übriges dazu. Doch warum etwas Harmloses behandeln wollen? Nun tatsächlich geht von der Flechte keine richtige Gefahr aus, doch der allgemeine Heilungsprozess kann bereits Wochen in Anspruch nehmen, im unglücklichsten Fall sich sogar auf ein ganzes Jahr ausweiten. Und auf Dauer ist die unschöne Rötung ja irgendwie doch lästig.

Handelt es sich um eine Röschenflechte? – „Mutter- und Babyflecken“ erkennen

Ob es sich wirklich um eine Röschenflechte, also um eine harmlose Rötung der Haut handelt, das wollen viele betroffene Menschen schnell wissen. Und es gibt einige typische Merkmale der „Pityriasis rosea“, welche für etwas Beruhigung und Entspannung sorgen. Ein Besuch beim Haus- oder Hautarzt empfehle ich trotzdem.

Bei den häufigsten Patienten, handelt es sich um junge Erwachsene im Alter zwischen 15 und 35 Jahren. Erstaunlicherweise tritt die starke Rötung in den Wechselsaisonen auf, also im Frühling oder Herbst. Wie bereits erwähnt, kann die natürliche Genesung einige Wochen in Anspruch nehmen; genauer gesagt: sechs bis acht Wochen mindestens. Ausnahmefälle erstrecken sich bis auf ein ganzes Jahr lang.

Der Verlauf folgt einem gewissem Grundschema:

Typischerweise beginnt eine Flechte mit runden und teils ovalen Rötungen am Rumpfbereich. So kann sie am Brustkorb, am Rücken, am Bauch oder in Beckennähe auftreten. Diese Rötungen bilden kleine Erhebungen und erreichen häufig einen Durchmesser zwischen zwei und sechs Zentimeter. Zusätzlich zu den Rötungen kommen nun kleine Schuppungen innerhalb der Kreise und Ovale hinzu. Diese Erscheinung wird häufig als das erste Stadium bezeichnet: das „Primärmedaillon“.

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Neben dieser Bezeichnung können auch französische Begriffe fallen. Durch die Richtung der Schuppen nach innen, findet die Schuppung auch die Bezeichnung „collerette“, als Anspielung einer Halskrause. Es kann außerdem „tache mère“ aufkommen – das bedeutet so viel wie „Mutterfleck“

Die Erscheinung und Bildung des Primärmedaillons ist häufig nach der ersten oder zweiten Woche abgeschlossen. Danach bilden sich wesentlich kleinere Flecken um das Medaillon herum Diese bilden maximal einen Durchmesser zwischen wenigen Millimetern und einem Zentimeter. Diese kleinen Röschen-Flecken breiten sich jedoch weiter auf dem Körper aus. Sie erreichen den gesamten Oberkörper, einschließlich Oberarme, und die Oberschenkel.

In diesem Stadion der „Babyflecken“ sind nur selten auch die Hände, Füße oder das Gesicht betroffen! Nebst dem sichtbaren Hautausschlag, können auch Begleiterscheinungen auftreten. Diese manifestieren sich häufig in einem leichten Brennen oder Juckreiz.

Röschenflechte Schwangerschaft: eine mögliche Erscheinung?

Auch wenn die Datenlage und Beweisführung in der Medizin noch unzureichend ist, so steht ein Verdacht im Raum, dass eine Röschenflechte während der Schwangerschaft zu Veränderungen des Geburtsverlaufs führen kann. Eine Frühgeburt oder sogar eine Fehlgeburt stehen im Verdacht. Aus diesem Grund wird dazu geraten, sobald eine Frau noch vor der 15. Schwangerschaftswoche die Anzeichen von Röschenflechte bekommt, eine Frauenärztin aufzusuchen. Röschenflechte behandeln ist hier die beste Option.

Die ungeklärte Ursache für Röschenflechte

Eine konkrete Ursache, die die Röscheflechte ausbrechen lässt, konnte die Medizin noch nicht klären. Das liegt voraussichtlich daran, das es sich zur Röschenflechte behandeln lediglich um ein kosmetisches Problem handelt. Und somit andere Hauterkrankungen, bzw. -infektionen eine wichtigere Rolle spielen.

Jedoch bestehen bereits einige (leider unbestätigte) Thesen, weshalb oder wodurch eine Röschenflechte ausgelöst wird. Den Anfang macht der HHV. Der humane Herpes-Virus unterteilt sich in mehrere Typen. Für die Flechte wird der Typ 6 oder 7 vermutet. Dieser steht in naher Verwandschaft mit dem wohlbekannten Lippenherpes-Virus.

Aus dieser Verwandschaft, werden einige typische Ursachen auch der Röschenflechte zugeordnet. Zum Beispiel, dass es sich bei dem Virus um eine langlebige Art handelt. Die Viren können also bereits sehr lange auf unserer Haut „liegen“, ohne jegliche Symptome. Durch Faktoren, wie Stress, bricht die Erkrankung, bzw. Infektion, schlussendlich aus.

Eine weitere sehr interessant Idee, liegt sozusagen in den Genen. Es wurde festgestellt, dass besonders Familienmitglieder untereinander die Symptome aufweisen. Also litt beispielsweise die Oma an einer Röschenflechte, so passiert es mit hoher Wahrscheinlichkeit auch einem der Nachkommen. Häufig wird die zweite Generation betroffen, also die Enkel und Enkelinnen.

Ist die Röschenflechte ansteckend?

Im Allgemeinen gilt eine Röschenflechte nicht als ansteckend. Selbst engster Hautkontakt lösen keine ähnlichen Symptome beim Gegenüber aus. Es kann also bedenkenlos sich umarmt werden, gekuschelt usw.

Jedoch ist noch nicht vollends geklärt, ob der Virus, welcher die Flechte auslöst, an einen anderen Menschen übertragen wird, und so die Röschenflechte zu einem späteren Zeitpunkt ausbricht. Der Verdacht fand bisher keine Bestätigung.

Die Diagnose vom Arzt

Für eine Diagnose sollte der Hausarzt, oder direkt der Hautarzt aufgesucht werden. Durch ein Gespräch, sowie einer medizinischen Untersuchung der des Hautbildes, stellt der behandelnde Arzt eine Diagnose fest. Dabei muss es sich jedoch nicht immer eine richtige Röschenflechte handeln.

Es gibt nämlich Krankheiten und Erkrankungen, welche ein ähnliches „geschädigtes“ Hautbild hervorbringen. So kann es sich um eine:

  • gewöhnliche Schuppenflechte
  • verschiedene Typen von Pilzerkrankungen
  • ein Hautausschlag, hervorgerufen durch Medikamente
  • oder eine Syphilis-Erkrankung im zweiten Stadium handeln.

Bestehen tatsächlich Zweifel, so geben verschiedene labormedizinische Verfahren klare Sicherheit. Es kann zu einer Blutanalyse, oder eine Gewebeprobe oder -abstrichen kommen.

Röschenflechte behandeln – So geht’s:

So eine Flechte kann sich zeitweise ziemlich lange halten. Im Allgemeinen wird der Zeitraum der Hautkrankheit auf mindestens sechs bis acht Wochen geschätzt. In seltenen Fällen streckt sich die Erkrankung auf ein ganzes Jahr aus. Aller spätestens danach verschwindet sie aber auch von alleine. Es handelt sich also um eine sich selbst heilende Krankheit…

Vorab gibt es einige Tipps, um die Haut in dieser Zeit nicht weiter zu strapazieren und den Heilungsprozess zu unterstützen:

  1. Berührungen mit heißem Wasser sind dringlichst zu vermeiden. Ein heißes (Entspannungs-)Bad, die heiße Dusche, oder der Besuch in der Sauna, wirken absolut kontraproduktiv bei der Heilung und Behandlung einer Röschenflechte. Die Hitze verstärkt den, durchaus schmerzenden, Juckreiz dieser Flechte.
  2. Auch bei der Kleidung muss ab wird auf die Auswahl geachtet! Zu eng anliegende Kleidung scheuert beständig an unserer Haut und reizt diese weiter. Der Hautausschlag wird aufgerieben und schon fängt mit der Behandlung von vorne an. Liebe mal die bequemen Sachen nach vorne holen.
  3. Auch auf Sport, bzw. auf stark schweißtreibende Aktivitäten muss man mal verzichten. Natürlich ist der Sport mittlerweile ein fester Bestandteil des „modernen Lifestyles“, doch seien wir mal ehrlich, wer legt nicht gerne einfach mal die Füße hoch? 🙂

Behandlung durch Hilfsmittel?

Zu der richtigen Röschenflechte Behandlung braucht es dann aber einige Produkte, bzw. Hausmittel die den Heilungsprozess weiter ankurbeln. Verschiedene Cremes, Öle oder Lotionen stehen dabei an vorderster Stelle. So ist es empfohlen, auch rückfettende Hautcremes oder entspannende Ölbäder zu setzen.

Diese Varianten helfen meist nur gegen die kosmetischen Missstände, weshalb auch durchaus wichtig ist, die weiteren Symptome zu behandeln. Stellenweise kommt mit einer Röschenflechte der Juckreiz einher. Um das Jucken zu beseitigen benötigt es Lotionen mit juckreizstillenden und antientzündlichen Inhaltsstoffen. Oftmals sind einige davon Verschreibungspflichtig.

Deshalb rate ich hier zu einer Beratung bei der Apotheke. Es kann auch vorkommen, das die Apotheke eine Bestätigung eines Hautarztes haben möchte. So darf in besonders schweren Fällen ein cortisonhaltiges Präparat ausgegeben werden, welches sehr schnelle Ziele bei der Behandlung des Hautausschlags bringt.

Eine super Alternative zum Cortison ist das sogenannte Heparin. Es handelt sich dabei um einen antibakteriellen Stoff, welches entweder als Präparat erhältlich ist, oder aber sogar in einigen Salben verwendet wird.

Röschenflechte behandeln was tun? – Eine Therapie soll helfen

Was sich bei der Neurodermitis bereits bewährt hat, wird ebenso bei einer Flechte angewandt. Gemeint ist die „Lichttherapie“. Und der Name ist hier tatsächlich Programm! Denn als Patient wird man hier mit Licht bestrahlt, welches bestimmte Zellen unseres Immunsystems hemmt, und so den Juckreiz effektiv lindert.

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Genauer gesagt handelt es sich um UV-Strahlen, welche vom behandelnden Arzt so eingestellt werden (die Wellenlänge der ultravioletten Strahlen lassen sich sensibilisieren und so anpassen), das sich das juckende Gefühl mildert und auch die übermäßige Hautzellen-Produktion eingestellt wird. Ein unschöner Nebeneffekt, welcher jedoch noch nicht ganz bestätigt wurde: Die bestrahlte Haut altert schneller.

Röschenflechte Hausmittel – Was gibt es da?

Neben einer ärztlichen Behandlung kannst Du auch mit verschiedenen Röschenfleche-Hausmittel die Heilungsprozedur unterstützen. Sobald sich rote und schuppige Hautpartien zeigen musst Du natürlich nicht in Panik verfallen. Dermatologen erkennen eine Flechte mit einem Blick und erklären Dir in aller Ruhe was nun für Schritte auf Dich zukommen.

Als Erstes bekommst Du, wie in den meisten Fällen, eine kortisonhaltige Salbe verschrieben. Bereits nach wenigen Tagen hilft diese die ersten Symptome zu bekämpfen. Hält die Flechte doch länger an, als erwartet, dann kommen Therapien wie die Phototherapie zum Einsatz. Dabei soll UV-Licht gezielt auf die betroffenen Hautpartien gestrahlt werden.

Neben diesen normalen Vorgehensweisen vom Arzt, stehen auch Dir Zuhause eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Verfügung um die Hauterkrankung zu bekämpfen.

Vermeide es die Haut zu reizen

Aufgrund der Flechte ist die Haut bereits ziemlich ausgetrocknet und überreizt. Daher solltest Du bestmöglichst alle reizenden Einwirkungen umgehen. Beispielsweise eine heiße Dusche am Morgen ausfallen lassen oder ein Besuch in der Sauna.

Auch die Kleidung kann reizend auf die Haut wirken, achte deshalb auf schonende und weiche Stoffe. Enganliegende und figurbetonte Kleidungsstücke? Absolutes No-Go.

Auch eine langanhaltende Sonneneinstrahlung solltest Du vermeiden, denn das verursacht nebst der reizenden Sonneneinstrahlung auch starkes Schwitzen. Beides Faktoren, welche die Haut nur schwer kompensieren kann, während sie mit einer Röschenflechte zu kämpfen hat.

Die richtige Kosmetika

Pflegeprodukte kommen täglich an unsere Haut und das lässt sich bei Pflegeroutinen auch kaum vermeiden. Umso wichtiger ist es darauf zu achten, welche Kosmetika man verwendet. Beispielsweise sind Konservierungsstoffe ein negativer Einfluss auf die bereits leidende Haut.

Achte deshalb auf natürliche Produkte für die Pflege der Haut. Oftmals sind natürlich Produkte intensiv pflegend und gleichzeitig antiseptisch, was sich positiv auf den Heilungsprozess auswirkt. Kokosöl ist ein Paradabeispiel für natürliche Pflegeprodukte und gleichzeitig ein Röschenflechte Hausmittel.

Altbekannte Röschenflechte Hausmittel

Als besonders hilfreich gelten Wickel mit Schwarzkümmelöl oder Lavendöl. Diese sind auch ganz leicht zu machen, da es sich nur um getränkte Stoffe handelt. Für eine Behandlung mit den Ölen nimm ein Stück Stoff, beispielsweise eine Bandage oder ein schmales Tuch, und lege es in dem Öl ein.

Danach legst Du das Tuch auf die betroffenen Stellen und wartest einige Zeit. Die Wirkzeit wird immer unterschiedlich beschrieben, doch maximal 20 Minuten sollten reichen. Ansonsten bestünde die Gefahr die Symptome zu verschlimmern.

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Kilian Heyne

Kilian Heyne – Seit 2010 Experte im Bereich von Hautpflege und Lifestyle. Solange er nicht mit seiner Kamera und dem Handy durch die Welt zieht und nach neuen Trends in Sachen Mode und Anti-Aging ausschau hält, recherchiert und setzt er sich mit dem Thema Haut auseinander. Zusammen mit Dermatologen und Ärzten seines Vertrauens setzte Kilian seinen Blog auf, um auch anderen Menschen mit Hautproblemen zu helfen und zahlreiche Tipps und Tricks weiterzugeben.

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3 Kommentare

  1. Ich zählte mich längere Zeit zu den Patienten der Pityriasis Rosea. Ehrlich gesagt empfand ich ich dieses Ekzem nicht als sehr schlimm. Der einzigst wirklich störende Part ist die extreme Auffälligkeit. Es ist einfach knallig rot. Sich in der Öffentlichkeit präsentieren will man nicht. Glücklicherweise klingt diese Herpes-Art auch schnell wieder ab. Durchhalten!

  2. Bei den Betroffenen der Hautkrankheiten kann es oft zu Haarausfall kommen, wenn die Betroffenen sich nicht behandeln lassen. Das wäre noch ein wichtiger Fakt, welchen Ich von meinem behandelnden Arzt bekam. Vielleicht war es auch nur Abschreckung, doch falls es doch dazu kommt…

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