Pickel in der Nase loswerden

Allgemein ist das Gesicht des Menschen ja sehr empfindlich. Die Hautschichten sind relativ dünn, und die Haut selbst ist rund um die Uhr jeglichen Einflüssen ausgesetzt. Besonders empfindlich ist da die Nase, denn in ihr liegen viele Nerven direkt unter der Hautoberfläche. Auch feinste Blutgefäße lassen sich hier vielfach finden. Damit ist ein Pickel in der Nase eine besonders brenzlige Situation.

Sie stehen morgens vor dem Spiegel, werfen sich die erste Ladung Wasser in das Gesicht und merken: „Irgendetwas stimmt hier nicht.“ Da ist so ein seltsam drückendes Gefühl in der Nase. Dieses drückende Gefühl, das ist ein Pickel in der Nase. Auch wenn dieser Nervbolzen äußerlich nicht zu sehen, dennoch wissen Sie es. Und spätestens am Nachmittag macht dieser Pickel sich auch bemerkbar.

Damit Sie sich die unnötigen Schmerzen ersparen können, erfahren Sie hier, welche Ursachen der oder die Pickel haben können, mit welchen Hausmitteln Sie den Pickel in der Nase loswerden und was Sie tun können, um vor einen so ungebeten Gast sich zu schützen. Welche vorbeugenden Maßnahmen zur Auswahl stehen, und wir erklären, warum es sehr gefährlich sein kann, so ein Furunkelchen ausdrücken zu wollen.

Pickel in der Nase Ursachen

Pustel und Pickel in der Nase durch Bakterien?
Pustel und Pickel in der Nase durch Bakterien?

Es ist ja schon verwunderlich, das so ein Ding auch in der Nase wachsen kann, aber beim genaueren Überlegen ist es eine ganz normale Tatsache. Auf der Gesichtshaut, die wir tagtäglich betrachten, haben wir viele kleinen Poren. Manche davon sind mehr sichtbar, andere Poren weniger sichtbar. Genau das ist auch auf die Nase zu übertragen.

In der Nasenschleimhaut gibt es viele kleine Poren, die genauso, wie die Poren der Gesichtshaut, durch Sekrete und äußere Einflüsse verstopft werden können. Durch diese Verstopfungen entzünden die Nasen-Poren sich und es entsteht ein Pickel in der Nase. Zusätzlich kommt noch ein Faktor bei der Nasenschleimhaut dazu: Sie ist von feinen Härchen durchsetzt.

Lesen Sie auch: Pickel unter der Haut – Bekämpfung, Ursachen und gegen Schmerzen

Eigentlich sind die Härchen sehr hilfreich für unseren Riecher, denn sie dienen zum einen der Befeuchtung der Nasenschleimhaut, und zum anderen der Reinigung. Hauptsächlich filtern sie kleinste Partikel die wir täglich einatmen, um so Schäden in unserem Atmungssystem zu vermeiden. Doch manchmal kann es passieren, das ein Haar nicht die richtige Peilung hat, und in die Haut wieder einwächst, anstatt heraus zu wachsen. So ein eingewachsenes Haar kann dann auch eine Entzündung hervorrufen.

Aber die einzige Ursache sind natürlich nichts nur fehlgewachsene Haare. Ein weiterer Grund könnte eine häufig auftretende Erkältung sein. Solche grippalen Infekte, oder auch richtige Grippen machen der Nase auf Dauer zu schaffen. Bei einer längeren Erkältung sehen Sie es sogar äußerlich. Rotes Glühen und eine leichte Schwellung sind noch harmlos, doch wenn die Nasenflügel richtig trocken werden und sich bereits Krusten bilden, dann leidet auch das Innere der Nase deutlich mit.

Die Schleimhaut wird ausgetrocknet, und durch diese Austrocknung entstehen schnell kleinere Schäden in der Haut und diese Erhöhen die Wahrscheinlichkeit eines Pickels enorm.

Auch wenn Sie gerade unter einem Herpesvirus leiden, dann ist die Chance ebenfalls erhöht. Selbst wenn es sich seltsam anhört, denn eigentlich ist doch Herpes nur auf den Mundbereich beschränkt, so kann dieser genauso auch auf die Nase übergehen. Natürlich nicht in dem Ausmaße, wie ein Herpesvirus normalerweise an den Mundwinkeln zu finden ist, dennoch sind Pickel in der Nase Vorboten davon.

Spezielle Ursachen bei Kindern

Eine letzte der häufigsten Ursachen, und das richtet sich spezieller an Kleinkinder oder Jugendliche. Das in der Nase bohren. Hier kann die Angewohnheit schnell zum Verräter werden, was aber auch nicht wundert. Man bedenke was wir den ganzen Tag lang alles anfassen, und die richtige Handhygiene erfolgt auch nur nach der Toilette oder vor dem Essen. Doch zwischendurch neigen viele dazu in der Nase zu bohren.

Über die schmutzigen Händchen gelangen dann recht viele Bakterien an die empfindliche Schleimhaut und voìla ein Pickel tritt hervor. Dabei sollten Sie sich nicht ständig die Hände waschen, denn schädigt den natürlichen Fettfilm der Haut. Sie könnten es eher versuchen, die unschöne Angewohnheiten abzulegen, dafür müssen Sie es sich nur bewusst machen. Viele Angewohnheiten oder auch „Ticks“ geschehen unterbewusst und lassen sich so schlechter kontrollieren.

Was hilft gegen die Nasen-Pickel?

Als aller ersten Hinweis vorweg: Drücken nicht den Pickel aus! Es dürfte sich allgemein als eher schwierig gestalten den Pickel in der Auszudrücken, doch wenn Sie das vorhatten dann rate ich Ihnen dringlichst davon ab. Nicht nur das, wie schon bei der Nasen-Bohr-Ursache erwähnte Bakterien an der Hand sind, welche die Entzündung wesentlich verschlimmern können, auch die zahlreichen Blutgefäße und Nervenbahnen an der Nase sind zu beachten.

Durch den Versuch die Pustel auszudrücken greifen Sie auch die empfindlichen Nervenbahnen und Blutgefäße an. Dadurch kann sich die Entzündung noch weiter verschlimmern, oder die Bakterien verteilen sich weiter in der Nase und es entstehen weitere Pickel. Ein Ausdrück-Versuch ist hier als sehr kontraproduktiv.

ätherische Öle

So sensibel wie die Nase ist, so sensibel und fürsorglich sollte man sie auch behandeln, wenn Sie einen Pickel entfernen wollen. Ein erste schonende Maßnahme sind ätherische Öle. Durch die Behandlung mit desinfizierenden und entzündungshemmenden Ölen kann diese störende Hautunebenheit bald der Vergangenheit angehören. Besonders empfehlenswert ist hier Teebaumöl.

Mit einem sauberen Wattestäbchen, welche für gewöhnlich für die Reinigung von Ohren genutzt werden, wird das ätherische Öl punktuell auf die Pickelchen aufgetragen. Am besten lassen Sie es kurz darauf träufeln und verstreichen es behutsam um den Pickel herum. Teebaumöl hat dazu noch den Vorteil den Pickel auszutrocknen, was die Bekämpfung vereinfacht und beschleunigt. Neben Teebaumöl bietet sich auch Manukaöl hervorragend dafür an.

Für eine Nummer sicherer, sollten Sie beim Kauf des Öls darauf achten, das es sich naturreine Öle handelt. Am besten in Bio-Qualität, denn die empfindliche Nasenschleimhaut verträgt nicht noch mehr „Unrat“.

Das Heilkraut Kamille

Kamille lässt sich so gut wie immer bei der Entfernung von Pickeln zum Einsatz bringen. Ebenso beim Pickel in der Nase entfernen. Hierbei haben Sie nun zwei Möglichkeiten: eine Kamillentinktur und ein Kamillendampfbad.

Für die Kamillentinktur wird zuerst ein halber Liter Wasser zum Kochen gebracht. Das Kochen ist wichtig, um das Wasser möglichst hygienisch zu halten (beispielsweise Kalk herauszukochen etc.). Danach sollte alles abkühlen, bis es etwa lauwarm ist, ist dieser Status erreicht, geben Sie nun einen Esslöffel getrocknete Kamillenblüten hinzu. Falls Sie keine Kamillenblüten haben, zwei Kamillen-Teebeutel erzielen denselben Effekt. Der Sud muss nun weiter zehn Minuten ziehen.

Dieser Sud wird dann,ganz ähnlich wie bei den Ölen, auf die jeweiligen Pickel in der Nase getupft. Dafür bietet sich auch wieder ein Wattestäbchen an, um die Behandlung möglichst punktuell zu halten. Den Pickel können Sie so oft Sie wollen mit dem Kamillensud behandeln, dank der milder der Kamille sollten keine Reizungen oder Überreizungen auftauchen.

Für die zweite Variante, das Dampfbad, brauchen Sie zuerst zwei Esslöffel von getrockneten Kamillenblüten. Alternativ dafür funktionieren auch drei Teebeutel Kamillentee, welche in einem Liter kochendem Wasser gegeben werden. Den Sud für fünf Minuten ziehen lassen, und danach am besten in eine Schüssel umfüllen. Das Gesicht dann so nah wie möglich an das Dampfbad heranführen, so dass die Dämpfe gut eingeatmet werden können. Über den Kopf wird dann noch ein Handtuch gelegt, so können keine Dämpfe entweichen und es konzentriert sich auf das Gesicht.

Die Wirkung lässt sie fast mit einer Sauna vergleichen, nur eben speziell für das Gesicht. Ein Kamillenbad am Tag sollte allerdings ausreichend.

Meerwasserspray

Diese Behandlungsmethode bietet sich super an, wenn Sie gerade an einer Erkältung leiden. Nicht nur das Sie schmerzende Pickel in der Nase haben, sondern die Nasenschleimhaut ist auch total ausgetrocknet, dann ist das Meerwasserspray die perfekte Methode um Ihre Probleme loszuwerden. Wie ein normales Nasenspray sorgt es für den Abtransport verstopfender Sekrete, doch zusätzlich behandelt es die Nasenschleimhäute.

Eine befeuchtende Wirkung hat das Meerwasserspray durch eine schonenende Mixtur, einer isotonischen Meersalzlösung wird das möglich. Auf einen Liter Wasser kommen nur neun Gramm Salz zum Einsatz. Daher wird ein Meerwassernasenspray eher befeuchtend, als austrocknend, wie seine anderen Kollegen. So kann ein Pickel ebenfalls schneller abheilen.

Eine Nasensalbe

Die Nasensalbe können Sie auf zwei Wegen bekommen: entweder alleine in einer Apotheke erwerben (oder in dirversen Online-Apotheken), oder sie wird Ihnen vom Arzt verschrieben. Da zweiteres eher selten eintritt, beziehe ich mich auf den Selbstkauf.

Eine Nasensalbe ergibt erst Sinn, wenn der Pickel bereits aufgerissen ist und es nicht aufhört zu bluten; also die Pustel immer wieder aufreißt. Dafür bietet sich solch eine Salbe an, denn sie enthält den sogenannten Wirkstoff „Dexpanthenol“. Panthenol wird einigen vielleicht etwas sagen, da bereits bekanntere Marken von Wundheilsalben es in ihrem Namen tragen.

Lesetipp: Knoblauch gegen Pickel – So wirksam sind die wenigsten Hausmittel

Dexpanthenol ist nun etwas spezieller für sehr empfindliche Stellen, wie die Nasenschleimhaut es darstellt. Sie fördert die Wundheilung der betroffenen Stelle und sorgt dafür, das die Wunde sich schneller schließen kann. Daher ist es beim Auftragen wichtig, das die Salbe um den Pickel herum aufgetragen wird, nicht direkt darauf.

Wie Sie Pickel in der Nase vorbeugen können

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Für alle die es jetzt etwas eilig haben, da sie den Pickel endlich loswerden wollen, der sollte ein kurzen Blick auf die wichtigsten Stichpunkte werden, um gegen Pickel in der Nase vorzubeugen.

  • Vermeiden Sie Nasen bohren
  • Achten Sie auf saubere Hände
  • Nasenschleimhaut möglichst befeuchten, besonders bei einer Erkältung
  • Nasenschleim durch Nase-putzen entfernen
  • Vermeiden von Stresssituationen

Sollten beim Einhalten dieser simplen Tipps immer noch Pickel in der Nase erscheinen, dann sollten Sie eine Arzt zu Rate ziehen. Ein Hautarzt wird die genaue und richtige Ursachen finden können und dementsprechend einen Lösungsvorschlag anbieten. Danach sollten die schmerzhaften weißen Plagegeister der Vergangenheit angehören. Auch ein Besuch beim Hausarzt kann bereits Hilfe bieten, jedoch ist es häufig so, das Sie zu einem Facharzt weiterempfohlen werden.

Video: Pickel in der Nase – Tipps und Tricks

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Kilian Heyne

Kilian Heyne – Seit 2010 Experte im Bereich von Hautpflege und Lifestyle. Solange er nicht mit seiner Kamera und dem Handy durch die Welt zieht und nach neuen Trends in Sachen Mode und Anti-Aging ausschau hält, recherchiert und setzt er sich mit dem Thema Haut auseinander. Zusammen mit Dermatologen und Ärzten seines Vertrauens setzte Kilian seinen Blog auf, um auch anderen Menschen mit Hautproblemen zu helfen und zahlreiche Tipps und Tricks weiterzugeben.

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