Pickel tut weh • Was tun bei schmerzenden und juckenden Pickeln?

Der klassische Fall eines Pickels ist das Bild, welches einem sofort in den Kopf kommt: kleine weiße Punkte und Beulen, welche ja unbedingt im Gesicht auftauchen müssen. Doch das ist nicht immer der Fall. Was ist mit roten Beulen, welche irgendwie entzündet wirken? Gerade so ein Pickel tut weh; und ja es handelt sich tatsächlich um eine Pustel.

Ein Pickel unter der Haut, wenn man das mal so plump beschreiben möchte. Sie leuchten geradezu in Rot und oftmals ist ihr Dasein sehr unangenehm, denn der Pickel „drückt“ von innen. Die Haut ist gespannt und schnell tut es weh. Das willst Du sicherlich schnell loswerden, doch was tun, wenn so ein Pickel unter der Haut liegt?

Im folgenden Beitrag erfährst Du einige Tipps und Tricks, wie Du einen Pickel, der weh tut, behandelst und womöglich auch in Zukunft vorbeugst.

Der Pickel tut weh – Wie kommt das?

Der Pickel tut weh? So behandelst Du schnell einen schmerzenden Pickel.
Der Pickel tut weh? So behandelst Du schnell einen schmerzenden Pickel.

Bevor Du wahllos an die gespannte und gereizte Stelle gehst und alles ausprobierst um die Pustel loszuwerden, solltest Du Dir erst bewusst machen um, was es sich da eigentlich handelt. Beispielsweise kann der Versuch des Ausdrückens tierisch schiefgehen und dann hast Du erst richtig schmerzhafte Pickel.

Wie ein normaler Pickel entsteht, ist Dir sicherlich schon bekannt. Abgestorbene Hautpartikel, Talg und sonstiger Unrat auf unserer Haut sammeln sich in den Poren unserer Haut. Dort verstopfen sie beispielsweise die Talgdrüsen. Kommen nun Bakterien hinzu dann ist eine Entzündung schon bald an der Tagesordnung. Neben der bakteriellen Entzündung können aber noch weitere Faktoren Einfluss nehmen.

Hormonveränderungen sind der größte Übeltäter, wenn es Pickelchen geht. Hormonschwankungen durch eine Schwangerschaft, eine Pubertät oder sogar ausgelöst durch Stress führe in den meisten Fällen auch zur Bildung von Pickeln oder sogar Akne.

Normalerweise würde die Entzündung eitern und diese Entzündung dann über die Pore nach außen abwerfen – der klassische Pickel also. Es kann aber passieren, dass die Talgdrüse so verstopft ist, das sich alles unter der Haut ansammelt. Die Ansammlung sorgt dann für einen Pickel. Und so ein Pickel tut weh!

Akne conglobata als Sonderfall

Bei einer Acne conglobata handelt es sich um einen ganz extremen Fall von unterirdischen Pickeln. Hierbei breitet sich die Infektion unter der Haut weiter aus und erschafft ein kleines Netzwerk aus Entzündungen und Pickeln unter der Haut. Damit entstehen „Gänge“ unter der Haut, welche Du selbst nicht weiter behandeln kannst und solltest.

Es bilden sich nämlich sehr wahrscheinlich Fisteln und an diese solltest Du selbst keine Hand anlegen. Hast Du selbst den Verdacht an einer unterirdischen Akne, bzw. der Akne conglobata zu leiden, dann suche Deinen Hautarzt des Vertrauens auf. An dieser Stelle kann nur noch dieser etwas bewirken.

Handelt es sich allerdings nur um die harmlose Variante eines einzigen Pickels unter der Haut, dann hast Du gute Chancen selbst den Pickel zu behandeln.

Weitere bekannte Auslöser:

  • kohlenhydrathaltige und fettreiche Ernährung
  • hoher und/oder regelmäßiger Alkoholkonsum
  • Rauchen
  • Konsum von Drogen
  • mangelnde Hygiene

Pickel tut weh – was tun?

Hast Du schon eine Idee was Du gegen einen schmerzenden Pickel versuchen sollst, außer daran herumzudrücken? Nun ich kann Dir schon mal vorwegsagen das Drücken oder das Aufstechen mit einer Nadel keine guten Ideen sind. Oftmals ist man dabei unvorsichtig und arbeitet unhygienisch, sodass eine stärkere Entzündung oder Abszesse möglich sind. Am Ende trägst Du Narben davon.

Im allerschlimmsten Fall kommt es zu einer Blutvergiftung.

Normalerweise heilen Pickel und Pusteln ja immer von selbst ab. Allerdings ist das ein sehr zeitintensiver Prozess, den man nur ungern ertragen möchte. Aus diesem Grund gibt es einige Hilfsmittel, mit denen Du schneller die Pickel reduzierst und entfernst.

Kühlen der Pickel

Einen Pickel zu kühlen führt zu einem zusammenziehen der Gefäße. Eigentlich ein Effekt, welchen man beim Loswerden einer Pustel nicht haben möchte, oder? Allerdings kann die Kühle die Verhärtung gezielt betreffen und somit auch die Entzündung auf Eis legen.

Einfach ein Coolpack oder einen eingewickelten Eiswürfel auf die zu behandelnde Stelle legen und kurz einwirken lassen. Aber nicht zu lange, denn wir wollen ja die Haut nicht mit der Kälte dauerhaft reizen.

Wärme gegen Pickel

So wie das Frieren funktioniert, so kannst Du auch das komplette Gegenteil anwenden: Wärme. Hierbei gibt es sogar zwei Behandlungsmethoden, zwischen denen Du wählen kannst. Die Wärme soll die Drüsen erweitern und damit ein Abfließen des Schmutzes vereinfachen, Du brauchst also auch hier nicht wirklich viel zu machen.

Die erste Variante besteht aus Teebeuteln. Solltest Du ein Teetrinker sein, dann kommt Dir diese Art der Behandlung sicherlich zugute. Einen warmen Kamillentee-Beutel auf kleinere Pickel auflegen und wieder einwirken lassen. Diese Methode weicht die Haut auf, sodass der Pickel sich langsam seinen Weg nach draußen bahnen kann.

Eine weitere Methode wäre das Dampfbad gegen Pickel, zu dem wir bereits einen Beitrag auf unserem Ratgeber veröffentlicht haben. Dampfbäder sind besonders wirksam die Poren zu öffnen und sämtlichen Unrat aus den Drüsen zu spülen. Außerdem besteht der Wärmeeffekt viel länger, sodass sich ein Dampfbad perfekt dazu eignet um im Anschluss eine Maske oder reichhaltige Creme aufzutragen.

Teebaumöl gegen unterirdische Pickel

Teebaumöl gegen Pickel ist ein Allrounder. Egal was auftritt, das Teebaumöl kann man immer benutzen, denn seine Wirkung ist unumstritten. Entzündungshemmend und antibakterielle Wirkung sorgen für ein schnelles aus von Pickeln. Allerdings solltest Du bei der Anwendung Acht geben, denn das Öl wirkt stark austrocknend, sodass eine Behandlung nur punktuell erfolgen sollte.

Maske gegen Pickel

Es gibt viele verschiedene Masken, welche Du gegen Pickel auftragen kannst. Dabei gibt es gekaufte Versionen, aber auch tolle DIY-Masken, welche sich aus nur wenigen Hausmitteln zaubern lassen. Ein dieser Gesichtsmasken ist die Honig-Zwiebel-Maske. Hört sich erst gruselig und riecht auch ein wenig so, aber wenn Du ihre Wirkung kennenlernst, dann ist der erste Eindruck hinfällig.

Als Erstes wird Honig (am besten vom Imker) erwärmt. Das geht recht leicht in einem Topf und bei kleiner Flamme. Dazu kommt dann eine geraspelte Zwiebel. Dann lässt Du die Mischung abkühlen und danach ist es schon anwendungsfertig. Mit einem kleinen Wattebausch tupfst Du nun die klebrige Masse auf die schmerzenden Stellen und lässt es einige Zeit einwirken.

Manuka Honig

Honig alleine ist auch eine großartige Art gegen Pickel vorzugehen. Insbesondere der Manuka Honig ist eine exzellente Wahl, denn er enthält Methylglyoxal. Dieser Wirkstoff desinfiziert und bekämpft gleichzeitig Bakterien. Also einfach ein bisschen Honig auftragen und bald tut der Pickel nicht mehr weh.

Pickel tut weh – Behandlung mit Zinksalbe

Der Pickel tut weh? So behandelst Du schnell einen schmerzenden Pickel.
Der Pickel tut weh? So behandelst Du schnell einen schmerzenden Pickel.

Zinksalbe ist wohl das ikonische Produkt, wenn es um das Beseitigen der Unreinheiten geht. Sie entzieht den Bakterien ihren Nährboden und mindert so die Entzündung und schlussendlich auch den Pickel. Allerdings sollte man der Zinksalbe viel Zeit lassen einzuwirken, sodass eine Anwendung bevor man zu Bett geht empfohlen ist.

Zugsalbe bei unsichtbaren Pickeln

Eine weitere Salbe, welche Du allerdings nur in der Apotheke erhältst. Die Zugsalbe wirkt entzündungshemmend und trocknet den Pickel langsam aus.

Pickel vorbeugen – wie geht das?

Vorbeugende Maßnahmen um die Entstehung von Pickeln zu verhindern gibt es viele. Doch insgesamt solltest Du vier Punkte in Dein tägliches Leben integrieren, um auf lange Zeit von einem Pickel befreit zu sein.

  • Trinke eine gute Menge an Wasser und Tee, damit Dein Körper Abfallstoffe schneller ausspülen kann.
  • Achte auf eine gesunde und vorallem ausgewogene Ernährung.
  • Vergiss die Gesichtspflege nicht und teste verschiedene Routine zur Gesichtsreinigung aus.
  • Auch Schlaf ist ein wichtiger Faktor, und sollte zusammen mit Stress in einem ausgewogenen Verhältnis stehen.

Ähnliche Thematiken:

Pickel unter der Haut

Pustel und Pickel unter der Haut.
Pustel und Pickel unter der Haut.

Erstaunlicherweise sind die Ursachen, die zur Entstehung der Pickel unter der Haut führen, dieselben eines „normalen“ Pickels. Das bedeutet also, dass es sich auch hier um eine verstopfte Hautpore handelt. Einlagerungen von Schmutz und überschüssiger Talg bilden den perfekten Nährboden für Bakterien.

-> Pickel unter der Haut hier lesen!

Pickel am Kinn

Pustel und Pickel am Kinn und Haut.
Pustel und Pickel am Kinn und Haut.

Wie bereits erwähnt spielen Hormone eine Rolle bei der Talgproduktion. Eines von diesen hat dabei besonderen Einfluss: Testosteron. Mit Sicherheit ist auch Ihnen der Name dieses Sexualhormons schon das ein oder andere Mal unter gekommen. Oft wird Testosteron nur mit Männern in Verbindung gebracht, obwohl beide Geschlechter Produzenten davon sind.

-> Pickel am Kinn hier lesen!

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Kilian Heyne

Kilian Heyne – Seit 2010 Experte im Bereich von Hautpflege und Lifestyle. Solange er nicht mit seiner Kamera und dem Handy durch die Welt zieht und nach neuen Trends in Sachen Mode und Anti-Aging ausschau hält, recherchiert und setzt er sich mit dem Thema Haut auseinander. Zusammen mit Dermatologen und Ärzten seines Vertrauens setzte Kilian seinen Blog auf, um auch anderen Menschen mit Hautproblemen zu helfen und zahlreiche Tipps und Tricks weiterzugeben.

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