Hausmittel gegen Hornissenstiche

Die Hornisse ist wohl eine der am bedrohlich wirkensten Insekten für uns. Woher kommt das? Die Hornisse ist zum einen deutlich größer und lauter als Bienen und Wespen. Und da ja schon Bienen- und Wespenstiche weh tun, muss der Hornisse ja deutlich schlimmer sein, oder?

Tatsächlich tut der Stich der Hornisse für gewöhnlich mehr weh, als der ihrer kleinen Geschwister. Das Gift ist jedoch harmloser! Der größere Schmerz kommt durch den größeren Stachel und die Zusammensetzung des Giftes. Es brennt stark und fühlt sich dadurch schlimmer an. Damit Du schnell die Schmerzen und Symptome loswirst, gebe ich Dir hier einige Hausmittel gegen Hornissenstiche mit auf den Weg.

Sind Hornissenstiche gefährlich?

Wichtig ist zu wissen, dass man sich bei Hornissenstichen für gewöhnlich keine Sorgen machen muss. Es gibt zwar Mythen über Hornissenstiche, nach der bei sieben Stichen ein Pferd und nach drei Stichen ein Mensch sterben solle.

Doch solche Mythen sind über die Zeit entstanden und da der Hornissenstich so schmerzt, haben sich diese Angst-machenden Mythen gehalten. Um das ganze klarzustellen: Hornissenstiche sind im Normalfall ungefährlich und nach gut einer Woche sind die Symptome auch wieder von dannen.

Auch bei Kindern und Haustieren braucht man nur in wenigen Fällen einen Arzt oder Tierarzt.

Woran erkennt man denn einen Hornissenstich?

Der Stachel einer Hornisse bleibt für gewöhnlich nicht stecken. Falls doch, erkennst Du alleine an der Größe, dass es sich um einen Hornissenstiche handelt. Nebenbei werden Hornissen durch deren Größe und das tiefe Brummen schnell bemerkt. Am besten kannst Du den Stich jedoch anhand der Schmerzen und der schnellen Rötung erkennen.

Wie stark Juckreiz, Schwellung und die anderen Symptome sich ausbreiten hängt davon ab, wie der Stich behandelt wird und wie man darauf reagiert. Ungefähr zwei bis drei Prozent der Menschen reagieren allergisch auf die Stiche.

Typischerweise kommt es zu einer Kreuzreaktion. Wer auf Wespenstiche allergisch ist, zeigt auch allergische Anzeichen bei Bienen- und Hornissenstiche. Das geht natürlich andersherum.

Wann sollte ich einen Arzt aufsuchen?

Da Hornissenstiche an sich ungefährlich ist, braucht ein Arzt nur in manchen Fällen aufgesucht zu werden. Sonst kannst Du zu Hause Hausmittel gegen Hornissenstiche anwenden. Im Falle einer Allergie solltest Du jedoch einen Arzt aufsuchen.

Genau so, wenn Du in Mund-, Hals- oder Rachenbereich gestochen wurdest. Allergiker haben oft ein kleines Notfallset dabei, dass man sich von seinem Arzt zusammenstellen lassen kann. Trotzdem solltest Du danach einen Arzt sehen.

Lass Dich aber bitte fahren, da Du einen Schock oder Atemnot erleiden könntest. Wenn Dir das am Steuer passiert, bringst Du Dich und andere in große Gefahr. Falls Du keinen Fahrer hast, rufe den Notarzt. Der kann Dir auch helfen. Er wird Dir zuerst Adrenalin spritzen und so den Kreislauf stabilisieren.

Falls die Symptome des Stiches auch nach einer Woche nicht nachlassen, schadet ein Arztbesuch natürlich nicht. Wichtig ist sich aber nicht wild zu machen und dem Körper Ruhe und Zeit zum Heilen zu geben.

Welche guten Hausmittel gegen Hornissenstiche gibt es?

Hausmittel gegen Hornissenstiche. Hornissenstich behandeln.
Hausmittel gegen Hornissenstiche. Hornissenstich behandeln.

Einen Hornissenstich kannst Du zu Hause gut behandeln. Was am meisten zählt, ist schnell zu handeln. Die meisten Mittel zahlen sich bei schneller Anwendung am meisten aus. Zuerst solltest Du den Stich desinfizieren. Am besten ist dafür Desinfektionsspray. Weitere Hausmittel gegen Hornissenstiche habe ich Dir zu Anwendung aufgelistet.

Zitrone bei einem Hornissenstich

Die Zitrone kann durch ihre Säure den Stich ebenfalls gut desinfizieren. Außerdem kühlt diese angenehm und beruhigt. Zur Anwendung kannst Du eine frische Zitrone, am besten aus dem Kühlschrank, aufschneiden. Anschließend drückst Du sie sanft auf den Stich.

Da das ganze nicht weniger als zehn Minuten gehalten werden soll, kannst Du Dir auch eine Zitronenkompresse machen. Lege dafür einfach eine Scheibe der Zitrone auf den Stich und umwickel diese mit einem Tuch oder Mull. So brauchst Du die Zitrone nicht die ganze Zeit festzuhalten.

Essig hilft auch bei Hornissenstichen

Ähnlich wie bei der Zitrone desinfiziert Essig. Es ist ein uraltes Hausmittel und hat sehr viele Anwendungsbereiche. Zur Anwendung nimmst Du am besten Branntweinessig oder Apfelessig.

Falls Du mehr als 15 Prozent Säuregehalt hast, kannst Du den Essig auch mit etwas Wasser mischen. In diese Lösung tunkst Du dann ein Tuch oder ein Wattepad ein und tust dieses auf den Stich. Länger als zehn Minuten brauchst Du hier nicht auszuhalten. Wiederhole den Vorgang ein paar mal mit etwas Zeitabstand.

Zwiebel als Hausmittel gegen Hornissenstiche

Nicht nur beim Kochen ist die Zwiebel ein Muss. Auch bei vielen Insektenstichen und anderen Entzündungen hilft sie durch ihren Saft. Der Schwefel im Saft wirkt antibakteriell, linder den Juckreiz und die Schwellung.

Schneide eine Zwiebel durch und drücke sie auf den Stich. Wichtig ist dabei, dass der Saft gut auf den Stich gelangt. Funktionieren tut hier auch Knoblauch. Die Wirkungsweise und die Anwendung sind sehr ähnlich.

Wegerich aus dem Garten

Wegerich aus dem Garten ist in der Tat sinnvoll. Wegerich ist schon seit vielen Jahren und Generationen ein bekanntes und beliebtes Heilmittel. Man findet ihn hauptsächlich auf Wiesen, an Wege Rändern und im Garten. Er lindert Schmerzen und den Juckreiz. Durch seine desinfizierende Wirkung hilft er auch bei vielen anderen Stichen und Wehwehchen.

Falls Du Spitz- oder Breitwegerich bei Deinem Hornissenstich anwenden willst, solltest Du nicht unbedingt den an Straßen nehmen. Nur falls Du keine andere Möglichkeit hast. Dieser ist nämlich eher dreckig. Deswegen ja auch Hausmittel gegen Hornissenstiche! Lieber also Wegerich aus dem Garten nehmen. Na gut, Wegerich auf Wiesen ist natürlich auch okay.

Jetzt solltest Du den Wegerich so gut es geht reinigen. Vielleicht hast Du dafür etwas Wasser. Besonders bei dem Wegerich von der Straße solltest Du etwas gründlicher sein. Nun nimmst Du ihn in den Mund, kaust etwas darauf herum und tust ihn auf den Stich. Falls Du Dich dabei nicht so wohlfühlst, kannst Du diesen auch mit den Fingern zerreiben und mit etwas Speichel auf den Stich geben.

Quark Kompresse

Ja, denn Quark hat noch weitere heilende Eigenschaften. Durch seine Milchsäure ist er auch bei anderen Entzündungen und Sonnenbrand sehr beliebt als Heiler. Nebenbei spendet Quark Feuchtigkeit. Da man Quark im Kühlschrank lagert, kühlt er ja schließlich auch noch. Als Anwendung kannst Du ein bisschen Quark auf den Stich und die Umgebung geben oder Dir einen Quark Wickel machen.

Kratzen verboten?

Gehört haben es die meisten sicher von Mutti früher. „Nicht Kratzen, sonst entzündet sich der Stich!“. Und ja, da ist etwas dran. Durch das Kratzen gelangen von den Händen und Fingernägeln Bakterien in den Stich und er kann sich entzünden. Dadurch wird der Heilprozess stark verlangsamt.

Es ist natürlich immer sehr schwer, nicht zu kratzen. Da Kinder oft nicht widerstehen könne, sollte bei diesen der Stich mit einem Tuch oder Pflaster abgedeckt werden.

Mit Hitze dem Stich das Handwerk legen

Falls Dir Hitze als Hausmittel gegen Hornissenstiche bekannt ist, gehörst Du zu den wenigen. Hitze kann nicht nur bei Hornissenstichen helfen. Hier spielt die schnelle Anwendung eine sehr große Rolle. Durch eine Temperatur von 45–50 Grad Celsius zerfallen die Proteine aus denen das Gift besteht. So kann dieses unschädlich gemacht werden.

Für die Anwendung nimmst Du am besten einen Löffel und hältst ihn unter heißes Wasser aus dem Wasserhahn und tust ihn anschließend auf den Stich. Aber Vorsicht, hier besteht Verbrennungsgefahr.

Sollte man einen Hornissenstich kühlen?

Auch wenn es verwirrend klingt, sollte man einen Hornissenstich Erhitzen und auch kühlen. Das Kühlen ist jedoch nicht als schnelle Anwendung gemeint. Es soll eher die Symptome und vor allem die Schwellung mindern.

Kälte ist außerdem sehr angenehm bei Stichen. Zum Kühlen nimmst Du am besten ein Cool-Pack oder einen Kühlakku und legst diesen mit Tuch dazwischen auf den Stich. Das Tuch ist dafür da, Gefrierbrände zu verhindern.

Natron kann helfen

Hausmittel gegen Hornissenstiche. Hornissenstich behandeln.
Hausmittel gegen Hornissenstiche. Hornissenstich behandeln.

Natron ist bei vielen Stichen ein gutes Heilmittel. Die organischen Säuren, die durch den Stich in die Haut gelangen, werden durch Natron neutralisiert. Damit ist Natron sehr effektiv. Zur Anwendung kannst Du einfach ein wenig Natron mit Wasser mischen und die Paste auf den Stich und darum auftragen. In etwa eine halbe Stunde reicht zum Wirken. Abschließend einfach mit lauwarmem Wasser die Reste vorsichtig abwaschen.

Wie kann ich Hornissenstiche vermeiden?

Kein Heilmittel ist so gut wie nicht gestochen zu werden. Daher ist Vorsorge sehr wichtig. Die fällt bei Hornissen aber klein aus, da Hornissen von Natur aus friedlich sind. Hornissen stechen nur, wenn Angreifer in der Nähe sind. Das heißt, sofern Du ein Hornissennest siehst, bewege Dich langsam und nicht hektisch davon weg.

Damit passiert Dir normal nichts. Sonst stechen Hornissen auch nur, wenn sie gequetscht werden. Falls sich also eine Hornisse in Deiner Nähe befindet, bleibe ruhig und verscheuche diese nicht. So fühlt sie sich nicht bedroht und wird auch wahrscheinlich nicht stechen.

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Hornissenstich behandeln

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Hornissen fangen an zu stechen, wenn Sie eingeengt werden. Dazu gilt auch das eifrige Schlagen oder Wegscheuchen mit den Händen. Die Hornisse fühlt sich dadurch bedroht und setzt dann auch eventuell ihre stärkste Waffe, den Giftstachel, ein. Daher einfach die Tiere möglichst in Frieden lassen und wenn diese um Dich herumschwirrt einfach ein wenn Zeit geben und warten.

-> Hornissenstich behandeln lesen!

Hausmittel gegen Mückenstiche

Hausmittel gegen Mückenstiche. Mückenstiche behandeln.
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Hochprozentiges als Hilfe ist leider nicht in Form vom Trinken gemeint. Nein, selbst ein starker Rum oder Wodka sind hier nicht gemeint (wäre ja auch schade drum). Um einem Mückenstich das Handwerk zu legen, kannst Du auf medizinischen Alkohol zurückgreifen. Dieser besteht normalerweise aus mindestens 70 % Ethanol und ist in quasi jeder Apotheke zu erhalten. Der Alkohol desinfiziert … lies hier weiter!

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